Etappe 3: Saint Jean de Maurienne – Bourg d’Oisans

1 Sep

Tag 3 – oder – wann sollten Männer Rot tragen

Einer brittischen Studie zufolge ist die Farbe Rot der Schlüssel zum Erfolg.
Sportler in roter Kleidung gewinnen häufiger als andere – Frauen lassen sich jedoch von roten Klamotten weniger beeindrucken als Männer.
Unter dieser Voraussetzung begann der heutige Tag an dem langzeit, aber auch 2015er Rekorde Reihenweise purzelten.



Dem kürzesten Einstieg in eine Pass(nämlich genau 120m – und dann ging es los) folgten der längste von der LG Hungerast je gefahrene Pass (30km) und auf dem Gipfel das Dach der Tour 2015 (2067m).
P1040870Auf den Weg machten sich Marcus, Paul, Matthias, Tobi, Micha(eben in knallrot), Daniel und Rainer als zum einen Pauls vom Vortag lädiertes Rad repariert, als auch sämtliche Dopingverdachtsmomente gegegen Eisi ausgeräumt waren.
Der Anstieg zum „Col de la Croix fer“ war anspruchsvoll, jedoch für alle gut machbar. Lediglich der Autor des Tagesberichts hörte zweimal den inneren Schweinehund rufen „ich hab ke Lust mehr“. Einmal als es auf einer Zwischenabfahrt zu regnen anfing (bekanntermaßen gilt der Unterzeichnende als Schönwetter und Indoor-Sportler) zum anderen als er merken musste, dass er die anderen Mitfahrer bis auf einen mit seinem roten Trikot entweder gar nicht oder nur zeitweise beeindrucken konnte. Und die Mädels die neben Horst dankenswerterweise erneut eine hervorragend funktionierende Versorgungskette aufgebaut hatten schon garnicht.
Aber den inneren Schweinehund kann man auch in rot besiegen und so ka20150901_120554_Richtone(HDR)men alle Fahrer der LG sogar in relativ kurzen Zeitabständen auf der Passhöhe an. Gott sei Dank hatte Matthias heute von Cosi freie Fahrt bekommen, so konnte er zum einen mal eben im Vorbeifahren seine Renate vor einem Sturz in den Abgrund bewahren – zum anderen Paul paroli bieten.

P1080877Der zunächst von Indoorsportler und Flachländer angezettelte Plan bei Regen nicht abzufahren wurde schnell verworfen – es regnete einfach (zunächst) nicht.
Nachdem die Nutzlosigkeit des roten Trikots erkannt war, konnte man schnell merken, dass unser heutiger Berichterstatter mit einer blauen Wind- und Regenjacke im Vorderfeld 20150901_130948_Richtone(HDR)mitfahren konnte. Weder der mit einer Steigung von 50hm noch schnell mitgenommene Col Glandon, noch eine Schafherde, die die ganze Strasse einnahm – und auch kein unvorbereitet gekommender Gegenanstieg
von nochmals über 100hm und erst recht nicht der einsetzende Regen konnten ihn aufhalten, sodass er mit den Top-Abfahrern am Talboden ankam.
Gemeinsam ging es dann zur herrlich gelegenen und liebevoll möblierten Gite d´Etappe.
Fazit:

  1.  Eine sehr anspruchsvolle Kurzetappe mit 65km und 2600hm in traumhafter Umgebung und Misch-(nicht Mist)wetter.
  2. Die Farbe Rot ist nur manchmal der Schlüssel zum Erfolg
  3. Das Vorurteil der heutige Autor sei ein Indoor- und Schönwettersportler ist hoffentlich mal wieder ausgeräumt.

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