Etappe 1: Gaillard – Doussard

30 Aug

Das Warten hat ein Ende. Nach der Pyrenäentour 2008 und der Alpentour 2010 geht es nach über fünf Jahren endlich wieder los. Schön, dass es trotz vieler privater und beruflicher Veränderungen seit 2010 wieder geklappt hat.

Die erste Etappe ist immer nicht zu den einfachen zu zählen, da die Ungewissheit über sein eigenes und das Vermögen der Mitfahrer an den Nerven zährt und vor allem den älteren Radsportlern schlaflose Nächte bereitete. Rainer ließ ebenfalls nichts unversucht und reiste mit dem Rad von Basel nach Genf in zwei Tagen an, um sich noch ein paar Körner anzutraininern bzw. mit müden Beinen und wohl vorgebräunt an den Start zu gehen.
Die zwei Mädels, Cosima und Annette, entschieden sich dazu, den wegen der Steigung von über 17% gefürchteten ersten Pass auszulassen und erst später dem Peloton zuzustoßen. Tobi ließ die erste Etappe komplett aus und wird erst am zweiten Tag mit antreten.
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So machten sich nach einem ausgewogenen Frühstück sechs der neun Fahrer an den Start. Und nach einer sehr kurzen Einrollphase von 3km ging es auch schon nach oben. Ein netter Franzose führte uns zum Einsteig des Mont Salève. Ein 12km langer Pass mit einer Durchschnittssteigung von ca. 6%. Laut vorheriger Recherche sollten aber 2km mit über 12% und ein km mit einer Steigung von 17,3% darunter sein. Nach gemächlichen Anstieg am Waldrand veruschte der nette Franzose Paul und mir, die beide sehr wenig Französichkenntnisse aufweisen können, klar zu machen, dass der richtige Anstieg noch komme. Piano, piano verstand sogar ich. Und nach ca. 4km Anstieg ging es nach einer Linkskurve in den Wald und eine Rampe war zu erahnen. 4-5km wurde es deutlich steiler, jedoch waren sich oben alle einig, dass es keine 17% waren. Jedoch hätte ich schon gerne nochmal einen Gang rauf geschaltet, was leider nicht ging.
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Die letzten Kilometer wurden mit 4-6% wieder angenehmer und Paul und ich zogen auf dem großen Blatt nochmal an, um den netten Franzosen an seinem Hausberg doch noch stehen zu lassen. Das offizielle Passschild am Mont Salève gab es leider nicht, aber nach einer kurzen Abfahrt und nochmals ca. 150hm, die gemeinschaftlich bewältigt wurden erreichten wir das höchste Ziel des Tages – den Col des Pitons. Hier zeigte Horst, einer unser drei offiziellen Begleitfahrer, seine Sprintkünste und wir Radler genossen die schöne und abwechslungsreiche Abfahrt hinuntern nach Crusseiles.

Nach zum Glück nur kurzen 4 km auf befahrener Straße erreichten wir mit der Pont de la Caille, einer 200m langen Brücke aus dem 19. Jhd., den kulturellen Höhepunkt der Etappe. Unser Navigator und Etappenarchtiekt Macey führte uns über eine schöne und individuelle Route fern der Hauptstraßen in die Stadt Annecy. Hier stießen dann Cosmia und Annette dazu, um die letzten 25km am See ein- bzw. auszurollen. Hier ging es am anfangs ein wenig überlaufenen, aber wunderschönen Ufer des Lac d’Annecy auf einer zum Radweg umgebauten alten Bahnstrecke zu unserem Etappenziel Doussard.
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Ein isotonisches Sportgetränk und der Pool ließen den ersten Tag sehr entspannt ausklingen, denn schon morgen steht mit dem Col de la Madeleine ein anderes Kaliber auf dem Tourplan.
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