Back to the roots

4 Aug

Oft werden die Läufer der LG gefragt: “Wo kommt ihr eigentlich her?“ Eine mögliche Antwort auf diese schwierig zu beantwortende Frage ist auch „Hofheim“. Denn hier war es, dass sich einige Mitglieder schon vor der Gründung des Vereins duellierten und so eine Grundlage für den heutigen Verein schufen. So war die diesjährige Ausgabe eine Rückkehr zu alten Traditionen, da insgesamt 3 Starter (2xSprint, 1xOlymp) und eine Staffel (Markus, Alex, Flo) für die Farben der LG an den Start gingen.
Der Schock kam jedoch für mich morgens um halb acht. Ich (Peter) hatte alle Triathlon-Sachen außer Fahrrad und Einteiler zu Hause vergessen. So war ich gegen 11Uhr froh es überhaupt geschafft zu haben mir innerhalb weniger Stunden alle notwenigen Utensilien für einen Start „alternativ“ besorgt zu haben (Danke an alle spontanen Verleiher!). Auch Daniel war nicht optimal vorbereitet, da er sich gerade im Aufbautraining für die Ende August geplante Rennrad-Tour in den Alpen befindet. Und Christian wusste noch nicht so recht, wo er nach erfolgreich überstandener Langdistanz (Roth vor 2 Wochen) steht. Immerhin war die neu formierte Staffel hoch motiviert.

 IMG-20150727-WA0001Nachdem Christian als erstes im warmen Ellertshäuser See auf die Olympische Distanz (1,5km-43km-10km) gestartet war, fiel auch der Startschuss für uns (Daniel, Peter und die Staffel) über die Sprintdistanz (750m-17km-5km). Traditionell waren sich alle LG-Starter vorher (und hinterher) einig, dass die Schwimm-Strecke länger als die Jahre zu zuvor war und es waren alle glücklich, unfallfrei aus dem Wasser und aufs Rad zu kommen. Staffelschwimmer und LG-Debütant Markus kam schon nach 12:46 als erster LG-Starter aus dem Wasser. Endlich hat die LG nun einen schnellen Schwimmer für Triathlon-Staffeln. Ich überstand das Schwimmen trotz Loch in der Badekappe, geliehener IMG-20150727-WA0008Schwimmbrille und traditioneller Orientierungsschwierigkeiten in 14:51min und Daniel kam nach seiner ersten (und wohl auch einzigen) Schwimm-

einheit des Jahres nach 17:19min aus dem Wasser, wo er sogar sofort sein Rad fand. Leider verlief der erste Wechsel für mich alles andere als optimal. In den geliehenen MTB-Schuhen befand sich nach etwas Wald von den letzten Touren, der erst noch entfernt werden musste. Außerdem hatte ich mich mit dem Verschlusssystem nicht wirklich vertraut gemacht. Nachdem diese

Hindernisse überwunden waren, wurde es beim Aufsteigen aufs Rad so richtig gefährlich. Der Beginn der Radstrecke am Ellertshäuser See führt über einen schmalen Damm auf dem eigentlich nicht überholt werden darf. Genau dort war ich aber gezwungen nach wenigen Metern wieder vom Rad zu steigen, da es mit nicht gelang mit den geliehenen Schuhen in die K6704504_1_29196532lick-Pedale zu kommen. Ich musste auf dem Damm stehen bleiben. Wild rufend rasten an mir andere Triathleten auf dem engen Damm vorbei, während ich im Stehen versuchte herauszufinden, wie ich in die Pedale komme. Ich stieg nochmal vollständig vom Rad und überprüfte die Position des SPD-Systems. Gefühlt dauerte die ganze Aktion mehrere Minuten. Endlich gelang es mir zumindest die Verbindung zu einem Pedal herzustellen, so dass ich zumindest vom Damm weg radeln konnte. Im Rollen konnte ich dann auch das zweite Pedal einklicken und mich endlich aufs Radfahren konzentrieren. Die Radstrecke war kürzer als in früheren Jahren, da ein – meiner Ansicht nach schöner – Berg herausgenommen worden war. Aufgrund des nun sanften Profils und des leichten Rückenwinds waren die nun nur noch 17km bis nach Hofheim zu einer echten Rollerstrecke geworden. So lief es auch für meine Verhältnisse recht ordentlich (29:11min)und ich war froh noch vor Daniel (28:08min) in die Wechselzone zu kommen.

Der zweite Wechsel lief für mich deutlich besser und ich verlor nur etwas Zeit für die Doppelschleifen meiner Ersatzlaufschuhe. Wie gewohnt konnte ich bei meiner stärksten Disziplin einige Plätze gut machen. Was ich nicht wusste war, dass unser Staffelradfahrer Alex (29:04min) mir nicht viel Zeit hatte abnehmen können. So erreichte ich nach 21:10min glücklich das Ziel, das unser Staffelläufer Flo (22:51min) lediglich eine halbe Minute vor mir passiert hatte. Vielleicht wäre da also doch noch etwas drin gewesen? Daniel kam nach 23:50min ins Ziel und war froh die Triathlon-Saison gut hinter sich gebracht zu haben. Nächstes Jahr rufen dann ja vielleicht größere Ziele?

Anschließend konnten wir gemeinsam noch Christian beim Laufen auf der olympischen Distanz anfeuern. Die Laufstrecke führt in Hofheim mehrmals über den Marktplatz so dass der Weg zwischen LG-Bierbank und Strecke angenehm kurz ist. Christ6704524_1_29196550ian war trotz „just for fun“ Mentalität stark unterwegs und kam nach 2:32h als Gesamt 26. ins Ziel. Eine kleine freudige Überraschung gab es dann noch als die Ergebnisse aushingen. Daniel und ich waren in der Altersklasse M30 aufs Stockerl gekommen. Obwohl ich insgesamt nur als 28. ins Ziel gekommen war, war ich der schnellste in unserer AK und Daniel konnte sich über den dritten Platz freuen. So nahm dieser Tag in Hofheim trotz der Schwierigkeiten zu Beginn noch für alle ein gemütliches Ende im Schweinfurter Schießhaus.

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