Sommerzeit ist Triathlonzeit

24 Sep

Getreu diesem Motto haben ein paar Hungerastler in den letzten Wochen Badehose, Drahtesel und Laufschuhe gepackt und sich mit anderen Sportlern auf verschiedenen Veranstaltungen gemessen:

Peter, Borja und Christoph mit gutem Resultat in Würzburg

 

Wie jedes Jahr haben sich auch heuer ein paar Hungerastler auf den Weg zum 8.ten Erlabrunner Heimtriathlon gemacht. Bei strahlendem Sonnenschein starteten Peter und  Borja über die olympische Distanz während Christoph seine Zeit über die kürzere Sprintstrecke verbessern wollte.

Peter und Borja lieferten sich ein Kopf an Kopf Rennen. Während Borja seine Stärke beim Schwimmen voll ausspielen konnte und vor Peter aus dem Wasser kam konnte Peter beim Radfahren viel Zeit gut machen und den Basken hinter sich lassen. Borja jagte beim Laufen dann wieder Peter hinterher, holte ihn ein und konnte ihn schließlich trotz zwischenzeitlichen Wadenkrampfs kurz vor der Ziellinie überholen. Beide konnten am Ende gute Resultate erzielen (Borja 2:20:44 und Peter 2:21:02). Christoph war lange vor den beiden im Ziel und hatte sich verdient zwei Bierchen genehmigt 🙂 Auch er war mit seiner verbesserten Zeit über die Sprintdistanz (1:49:21) zufrieden.

Peter mit Doppelbelastung am Untermain

Leider geht es mir eigentlich jedes Jahr so, dass die Triathlon-Saison viel zu schnell vorbei ist, was wohl vor allem daran liegt, dass ich sie meist mangels Form zu spät beginnen lasse. Letztes Wochenende stand deswegen für mich der Abschluss der Triathlon-Saison auf dem Programm. Dazu ging es in meine „alte Heimat“ an den schönen Untermain südlich von Aschaffenburg. Quasi als Vorprogramm lief ich am Samstag beim WIKA-Staffelmarathon  6km in einer Zeit von 23:41min. Damit war ich mehr als zufrieden, da die Strecke eigentlich lediglich aus einer treppenförmigen bergauf und bergab Runde besteht. Insgesamt reichte es für mein Team sogar für den 20. Platz von 153 Staffeln.

Nach einer kurzen Nacht wegen des Weinberghüttenfests in Großwallstatts, ging es viel zu früh zum Churfranken Triathlon, der um den Niedernberger See ausgetragen wird. Glücklicherweise war die Radstrecke kurzfristig auf 22km verkürzt worden, so dass ich mir Hoffnungen machte, das Rennen über jetzt 600m-22km-5km hinter mir zu haben, bevor die große Müdigkeit einsetzt. Allerdings musste ich beim Check-In mit Schrecken feststellen, dass ich mein Startnummernband vergessen hatte. Niemand konnte mir dort auf die Schnelle aushelfen, so dass ich meine Startnummer nur mit etwas Klebeband in der Wechselzone deponieren konnte. Erstaunlicherweise fühlte ich mich beim Einschwimmen recht fit und so ging ich frohen Mutes an den Schwimmstart in der Hoffnung, dass sich das Problem „Startnummer“ irgendwie lösen lassen wird. Beim Schwimmen kam ich gut weg und konnte mich aus den größten Schlägereien raus halten und ein gleichmäßiges Tempo im vorderen Bereich anschlagen und ging nach 10:54min als 30. über die Matte. So riskierte ich es ohne Startnummer auf die Radstrecke zu gehen, da wir mit Edding und Aufkleber beim Radln eigentlich gut markiert waren. Prompt wurde ich von den Kampfrichtern zurückgepfiffen, musste zurück zu meiner „Box“ und die Startnummer irgendwie anbringen. Mit der angeklebten Startnummer ging ich mit der 159. Wechselzeit reichlich gefrustet auf die Radstrecke und verlor dort natürlich nach wenigen Metern meine Nummer. Die Radstrecke ging erst flach am Main entlang, bevor sich am Berg der Wahrheit in Obernburg die Spreu vom Weizen trennen sollte. Dieser Berg verdient für eine Flachland-Veranstaltung seinen Namen und so konnte ich dort die verlorenen Plätze der Wechselzone zum Großteil wieder aufholen. Leider verlor ich von diesen jedoch auf dem Rückweg zum See wieder Einige, da mir Gegenwind nicht wirklich liegt. Außerdem hätte ich mir an dieser Stelle sehr gewünscht, dass die Kampfrichter die Einhaltung des Windschattenverbots genauso streng genommen hätten wie die Startnummernpflicht in der Wechselzone. So kam ich mit einer für meine Verhältnisse ordentlichen Zeit (44:01min; 65. Zeit) zum zweiten Wechsel. Beim abschließenden Lauf spürte ich dann die kurze Nacht, den Lauf des Vortags und den Silvaner des Untermains. Zunächst konnte ich mich noch dadurch motivieren, dass ich stetig Läufer einsammelte. Doch als ich dann bei KM 2 von einem Kampfrichter wegen meiner fehlender Startnummer angehalten wurde, war es vorbei. Obwohl der Kampfrichter wohl Mitleid hatte und mich weiterlaufen ließ, war der Zug weg und ich quälte mich die letzten KM bis in Ziel (21:58min; 42.). Mit 1:21:09 als Gesamt 41. von 223 Startern konnte ich in Anbetracht der Umstände sehr zufrieden sein. Die Veranstaltung war insgesamt eine runde Sache und wenn sie nicht mit Hofheim kollidieren würde, stünde einer baldigen Wiederholung eigentlich rein gar nichts im Wege.

Christian beim Hofheimer Jubiläumstriathlon

Den Triathlon in Hofheim kann man eigentlich als langjährigen Traditionswettkampf bezeichnen. Dieses Jahr, zur 25. Auflage des Wettkampfs, war Christian für die LG am Start über die Sprintdistanz (750m Schwimmen, 18km Radfahren und 5,2km laufen). „Beim Schwimmen tat ich mir sehr schwer, ich hatte das Gefühl abzusaufen“, so Christian, der in seinem diesjährigen Trainingsprogramm kaum Schwimmeinheiten absolviert hatte. „Beim Radfahren konnte ich mich etwas steigern und das Laufen am Ende hat sich gut angefühlt und sogar Spaß gemacht.“ Beim Zieleinlauf noch als Christina vom Stadionsprecher ausgerufen, wurde er später doch noch in der Männerliste gewertet. „Keine Ahnung, warum der Sprecher mich als Christina ausgerufen hat. Könnte an den langen Haaren und meiner frischen Rasur gelegen haben oder er hat sich mit seiner dicken Sonnenbrille auf seinem Zettel einfach verlesen. In der Frauenwertung wäre ich ganz weit vorne gelandet. Eigentlich schade, dass ich dann doch als Mann gewertet wurde.“ scherzte er nach einer verdienten Verschnaufpause nach dem Lauf. In der Gesamtwertung kam er auf den 30. Platz und in der Klasse M30 holte er seine erste Medaille: Bronze mit einer Zeit von 1h 13min.

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