Rowdy River Raft Race 2013

25 Jun

Der Blick aus dem Fenster am Sonntagmorgen verhieß nichts Gutes, Petrus ließ es regnen. Zwar sollte für elf tapfere „Hungerastler“ das Element Wasser am Sonntag eine große Rolle spielen, jedoch nicht von oben herab. Grund dafür war die Teilnahme beim Schweinfurter Rowdy River Race an der Gutermann-Promenade in Schweinfurt. Die LGH trat bei der vierten Ausrichtung des Rotary Club das erste Mal an. Teamcaptain Tobias Schneider stellte eine schlagkräftige Truppe für das Rennen zusammen (Tobi, Daniel, Dave, Flo, Peter, Christian, Christoph, Christine, Kessy, Alisa, Micha). Die Auslosung am Freitag verlief für die LG gut. 91 Mannschaften wurden in 13 Vorläufen á 7 Teams aufs Wasser geschickt. Von den 91 gestarteten Mannschaften qualifizierten sich die 28 zeitschnellsten für das Halbfinale. Pünktlich zum Treffpunkt um 11:15 Uhr strahlte dann auch die Sonne zwischen den Wolken hervor. Für die LG wurde es um 12:45 Uhr ernst, Vorlauf Nr. 10!

Am Mannschaftstisch wurde vor dem ersten Lauf munter diskutiert. Aufstellung, Taktik, Schlagzahl, … Fragen über Fragen. Schließlich entschied man sich mit den Schlagmännern Flo (links) und Dave (rechts), gefolgt von Kessy/Christine, Daniel/Peter und Tobi/Micha ins Rennen zu gehen. Als Steuerfrau agierte Alisa. Bevor es ernst wurde und die LG zum ersten „Paddelrennen“ der noch jungen Vereinsgeschichte antrat, wurde in einer abschließenden Trockenübung vor der „Holding-Area“ (auf deutsch übersetzt: die Wartezone vor dem Lauf) die Schlagzahl und die so wichtige Wende trainiert. Dann wurde es ernst, die Nervosität war deutlich zu spüren. Die rote Flagge fiel und dies bedeutete gleichzeitig den Startschuss fürs Rennen. Von Beginn an versuchte man nicht zu schnell anzugehen, denn Flussabwärts fuhr man mit der Strömung, der Rückweg sollte also keine Spazierfahrt werden. Im Windschatten des MC Café Teams hielt man Anschluss und konnte sogar als zweites Team wenden. Gerade vor der Wende hatte man ein wenig Sorgen, diese waren jedoch nicht berechtigt, denn schon jetzt kann man die Wende als „Prunkstück“ der LG Hungerast ansehen. Durch die perfekte Wende lag man auf dem langen und schweren Weg zurück Richtung Ziel sogar kurze Zeit in Führung. Doch die Arme wurden schwerer und die Gegner kamen näher. Nach der Hälfte des Rückwegs lag man auf Platz zwei, der „Steigerwald Express“ blies zum Angriff. Was Augenzeugen nach dem Rennen bestätigten, war für die Insassen nur zur erahnen. Die Kräfte ließen spürbar nach, und auf Bahn 7 näherte sich das Team „Torpedo Fiskus“, was am Ende dann auch Hauchdünn vor der „MS-Hungerast“ auf Platz zwei ins Ziel lief. Etwas ärgerlich, aber trotzdem total erschöpft, war man mit dem ersten Lauf (Endzeit 5:04 min.) sehr zufrieden.

 

Völlig erschöpft paddelte man Richtung Ausgang. Zu diesem Zeitpunkt ahnte noch keiner was folgen würde … Nach dem Ablegen der Schwimmweste kehrte dann auch Zufriedenheit über das erste Rennen der Vereinsgeschichte zurück, ehe das Highlight folgte. Der Blick auf Ergebnistafel ließ auf einmal völlig überraschend auf die Teilnahme im Halbfinale unter den besten 28 Teams hoffen, das Ziel wurde vor dem ersten Lauf auf TOP 50 ausgegeben. Die einen freute es, die anderen stöhnten „oh mein Gott, nicht noch ein Lauf, meine Arme“. Drei Läufe später war die kleine Sensation perfekt, die LG Hungerast unter den besten 28 Teams. Aus dem „Stand-by-Modus“ und einem gemütlichen Nachmittag wurde so Vorbereitung auf den Halbfinallauf. Isotonische Sportgetränke, Bratwurst und Pommes standen nun im Vordergrund.

 

In Lauf drei von vier wurde es dann wieder ernst für die LG. Die Aufstellung wurde ein wenig geändert, Alisa durfte Paddeln, Kessy agierte als Steuerfrau. Der Rest der Truppe wechselte lediglich die rechts/links Positionen. Das Feld war stark besetzt, was nach dem Rennen auch die Laufzeiten belegten. Doch diesmal lief es nicht so rund wie im ersten Lauf. Der Start wurde ein wenig verschlafen und schnell riss zu den andern Booten eine kleine Lücke. Die Abstimmung passte nicht und so machte es den Eindruck, dass man in Schlangenlinien zur ersten Wende fuhr. Die Wende, wieder optimal erwischt (die Streitfrage ob das Viva Barista Team auf unserer Bahn war oder nicht ist nach wie vor offen) keimte noch mal Hoffnung aufzuschließen. Am Ende fehlten nach einem alles anderen als perfekten Lauf aber noch gut 10m Wegstrecke um noch zwei Boote zu überholen. Was alle dennoch überraschte war, das trotz der vielen Fehler eine Zeit von 5:06 am Ende heraussprang. Nur zwei Sekunden langsamer als im Vorlauf, das lässt nur erahnen was möglich gewesen wäre mit einem perfekten Lauf…

 

Strahlende Gesichter wo man nur hinschaute, Micha lud zu einem kurzen Mannschaftstanz und anschließend verfolgte man die restlichen Läufe bei einem gemütlichem Getränk. Am Ende verbesserte man sich sogar noch im Endclassement. Platz 23. bei der ersten Teilnahme, das war mehr als jeder einzelne erwartet hatte! Von der Idee mit dem Paddelboot zum gemeinsamen Essen in den benachbarten Ruderclub zu fahren wurde abgesehen. Den Nachmittag lies ein Teil des Teams bei Pizza und Radler ausklingen. Ein wirklich gelungener Tag, ein Dank von hier aus auch an die Organisatoren. Das Rowdy River Race wird nun auch im Hungerast-Kalender ein fester Bestandteil des Jahresplans werden.

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