Im Schneegestöber zum Kreuzberg

8 Apr

Auch im dritten Jahr in Folge wurde die Tradition der LG Hungerast fortgesetzt, Unterfrankens höchsten Berg am Karsamstag zu bewältigen. Machten im Jahr 2011 noch Hitze und Temperaturen an die 30°C Probleme, war dieses Jahr das krasse Gegenteil angesagt. Bei 3°C und Schneeregen machten sich acht Läufer und Teamwagenfahrer Tobi auf nach Hambach, den traditionellen Startpunkt. Mit guter Laune und Galgenhumor trotzten die Läufer dem Wetter und machten sich an die knapp 45 km lange Strecke Richtung Rhön. Schon nach wenigen Kilometern hörte zumindest der Schneeregen auf und spätestens nachdem die Glocken in der Kapelle Terzenbrunn geläutet hatten, wurde die Stimmung innerhalb des Teams immer besser.

Nach ca. zwei Stunden Laufzeit erreichten alle acht gestarteten Läufer den Kurort Bad Kissingen, an dem die Energietanks mit Riegeln, Bananen und Kühlwasser aufgetankt werden konnte. Letzteres könnte eine eventuelle Ursache für Connys Magenverstimmung sein, die ihn neben Kreislaufproblemen leider schon nach 20 gelaufenen Kilometern zum Aufgeben zwangen. Der Etappe zwischen Kissingen und Aschach, auf der ein 3 km langer Anstieg auf das Team wartete, mussten weitere zwei Läufer/innen Tribut zollen. Flo, der sein letztjähriges Ergebnis toppen konnte, und Nadine, die wegen Seitenstechens und Wadenkrämpfen leider auch nicht mehr weiterlaufen konnte, nahmen einen Platz im Begleitfahrzeug dankend an. Für die folgende Etappe über den gefürchteten Vogelkundepfad mit einem wiederum ca. 4km langen Berg tauschte Tobi den Platz im Auto mit seinen Laufschuhen und war somit auch aktiver Teilnehmer des Traditionslaufes. Der Kreuzberglauf wird traditionell nicht als Wettkampf gelaufen, trotzdem glich der Verlauf vielleicht auch wegen dem kühlen Aprilwetter einem Ausscheidungsrennen – denn es wurden immer weniger. So stieg in Premich angekommen der eigentlich noch recht fit wirkende Routinier Micha in das Begleitfahrzeug, so dass mit Christian, Alex, Peter und Daniel nur noch vier Läufer das kurze aber knackige Teilstück nach Waldberg aufsichnahmen. Auf halber Strecke nach Waldberg kehrte dann urplötzlich der Winter zurück. Nach anfänglich nur leichtem Graupel setzte rasch starkes dichtes Schneetreiben ein, der den Läufern vorallem mental nochmal alles abverlangte. Nachdem in Waldberg dann ein letztes Mal die Energiereserven aufgetankt werden konnten, ging es auf die letzten sechs Kilometer hinauf zum Kloster. Zu dem durchhaltenden Quartett entschied sich auch Nadine dazu, den Anstieg lieber laufend als fahrend anzugehen. Und so erreichten die verbliebenen fünf nach 4 Stunden und 40 Minuten den 928m hohen Gipfel. Nach raschem Wechsel der nassen Laufkleidung gönnten sich alle das ein oder andere Klosterbier und füllten die Energiereserven wieder auf. Es war wirklich wieder ein tolles Erlebnis und man kann sich jetzt schon auf eine Wiederholung am 30. März 2013 freuen.

   

 

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