Etappe 8

11 Aug

Bossico – Cremia

Geschafft!!!

Es ist nur eine gute Woche her, als Conny beim Start der ersten Etappe sagte, wie sehr er sich jetzt schon auf die Fähre freue, wenn endlich alles geschafft ist – heute war es soweit: nach 8 Tourtagen, 20 Alpenpässen, 820 Kilometern und 18.000 Höhenmetern sind alle zehn Radfahrer zusammen mit den vier Begleitern abgesehen von ein paar Schrammen und Knieschmerzen gesund und froh am Comer See angekommen. Doch bevor wir die Fähre in Varenna besteigen durften, waren am letzten Tag nochmal 140km zu fahren.

  Das schöne einer Bergankunft ist die Tatsache, dass die neue Etappe mit einer schönen Abfahrt beginnt. So war das auch auf der letzten Etappe. Alle zehn Fahrer (auch Marcus trotzte Dank der medizinischen Abteilung seiner Sehnenreizung) rollten wie von selbst die ersten 10 Kilometer vom idyllischen Bossico abwärts. Nach ein paar hügeligen Kilometern auf recht befahrenen Straßen kamen wir dann auch recht bald zum ersten von zwei Anstiegen: dem Colle die Zambla. Extreme Schwüle und fast schon tropisches Klima machten uns auf den 14 km Anstieg wohl am meisten zu schaffen und nach einer knappen Stunde erreichten wir alle den Gipfel. Auf der Abfahrt mit einem kleinen Gegenanstieg gab es erneut eine Schrecksekunde, die wie schon oft in der Woche zum Glück glimpflich ausging. In einem belebten Örtchen in Mitten der Abfahrt rannte ein Kind auf die Straße und Peter war es nichtmehr möglich auszuweichen. Glücklicherweise hat außer einer kleinen Schürfwunde an Peters Oberschenkel keiner Schaden genommen und Peter konnte weiterfahren.  

 

 

Nach nur wenigen Kilometern im Tal ging es in den finalen Anstieg, den Culmine di San Pietro mit 22km und knapp 1000hm. Die Aussage von Rainer, den letzten Pass noch einmal genießen und ganz gemütlich hochrollen zu wollen, war nur von kurzer Dauer. Ein Zug um Stephan formierte sich und es machte wirklich sehr viel Spaß in einer größeren Gruppen den Berg hinauf zu „fliegen“. Nach Cola und Baguette am Gipfel und einer rasanten Abfahrt ins Tal, wurden wir vom Rückenwind die letzten Kilometer in einem schönen, leider etwas zu befahrenen Tal an die Nähe des Zieles getrieben.
  Urplötzlich glitzerte nach der Durchfahrt eines Tunnels blaues Wasser im Tal. „DA IST DAS DING!!“ – Der Lago di Como. Selbst Frederik betätigte auf der Abfahrt zum See ungewöhnlich oft seine Bremshebel, um die Aussicht zu genießen. Und so wurde Connys Wunsch erfüllt, auf der Fähre zu stehen und auf eine schöne Tourwoche zurückzublicken. Die Fahrt zum tatsächlichen Zielort verging trotz vieler Tunnel und Verkehr sehr schnell und am Hotel angekommen, knallten die Korken. Ungeachtet, was die anderen Hotelgäste denken, ließen wir den Emotionen freien lauf und jeder nahm ein Bad im Comer See.
  An dieser Stelle nochmal vielen Dank an alle die mitgefahren sind und besonders an unsere Begleiter. Margit, Steffi, Renate, Becki und Johannes ohne die die Tour so nicht möglich gewesen wäre.
  Bis in die späte Nacht hinein wurde bei Rotwein über alle Pässe, Etappen, Abfahrten,… gesprochen und Pläne für ein erneutes Unternehmen 2012 wurden schon geschmiedet.

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