Etappe 1

3 Aug

Kranjska Gora – Passo di Pramollo

Die Tour rollt los

  Es kann losgehen! Nach ca. 7h Fahrt trafen 3 Autos mit 7 Hungerastlern aus Schweinfurt und 5 Teilnehmern aus Würzburg gegen 17:30 Uhr in Kranjska Gora -Slowenien an der Villa Tatjana ein. Nach ersten Wirrungen durch den schwer zu findenden Eingang und der nicht vorhandenen Rezeption stelle sich das Haus als nichts anderes als ein „Hotel“ dar, auch wenn der Name vll. anderes vermuten lässt, was vor allem von den männlichen Tourteilnehmern vermutet wurde.. Das Haus erfüllte seinen Zweck in optimaler Weise und nach einer denkwürdigen Portion Rohöl a.k.a slowenischer Instant-Kaffee am Montagmorgen konnte die Tour und Tourtross endlich losrollen.

Doch aus dem einfachen losrollen wurde zum bedauern der meisten Fahrer leider nichts, denn nach ca. 3 km begann der erste Anstieg der Tour mit einer Länge von gut 9km und einer durchschnittlichen Steigung von 11% über die letzten beiden Kilometer und 780 hm – das Ziel: der Passo Vrsic. Das Wetter war, dem Tourtross an diesem Tag wohl gesonnen, bei sonnigen 28 grad und wolkenlosen Himmel. Selbst die Paris-Roubaix-artigen Kopfsteinplfaster-Kehren stellten kein größeres Problem dar. Nach einer herrlichen Abfahrt durch die atemberaubenden Alpentäler der oberen Krainer-Region und einer kurzen Versorgungspause wurde der Weg Richtung Italien fortgesetzt.

Die Überfahrt nach Italien war Bestandteil des zweiten Anstiegs des Tages über 10 km und 700 hm nach Sella Carnizza. Dieser auf den ersten Blick „einfache“-Pass stellte sich letzen Endes als schwieriger heraus als das Tourprofil verriet, da einige Teile nicht in der Tourplanung integriert werden konnten. Die durch sehr schlechte Straßenverhältnisse und dicht bewaldetes Gebiet schwieige erste Abfahrt forderte bedauerlicherweise auch gleich sein erstes Opfer, denn Rainer konnte bei der Abfahrt einen Sturz bedingt durch Rollsplit nicht verhindern – Glück im Unglück – Rainers Blessuren hielten sich in Grenzen, außer der Tatsache, dass er ein wenig Haut auf dem Asphalt zurückgelassen hatte. Nach weiteren Wirrungen durch merkwürdige italienische Radwegstreckenführungen (Bauzaun und Schotter = Ende des Radwegs) ging es am Ende der Etappe noch mal richtig zur Sache: Nach 110 km folgte der Schlussanstieg mit über 13,3 km und 1000hm von Pontebba nach Passo Pramollo. Nach etlichen Hungerast- und Kuhherden Attacken in den schwierigen Teilstücken, die Teilweise die bis zu 12% Steigung aufwiesen trafen gegen 18 Uhr schließlich alle Fahrer erschöpft aber glücklich am Etappenziel auf 1530 Meter ein. Nach einem reichhaltigen Abendessen wurde bereits gegen 21 Uhr das Hotel-Zimmer/Bett zum pflegen der schweren Beine echt aufgesucht.

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