Etappe 4

28 Aug

Ayzac-Ost – Arreau

 

 

Pünktlich wie die deutsche Eisenbahn – mit nur zehnminütiger Verspätung – machten wir uns wohlgenährt auf unsere vierte Etappe. Bei strahlendem Sonnenschein rollte der „Achter“ auf einer ehemaligen Zugstrecke, die in einem schönen Tal gelegen ist, dem Col du Tourmalet entgegen. Ab der ehemaligen Endstation ging es stetig auf der viel befahrenen Nationalstraße hinauf zu unserem ersten Verpflegungspunkt in Luz.

Einrollen im Tal Zum Glück hat der Pass geöffnet Nur noch 16 km bis zum Gipfel

Nach kurzem Warten rollten auch unsere Speisewägen mit frischen Baguettes ein.

Mit vollen Flaschen und schon etwas „dicken“ Beinen setzten wir unser Bergzeitfahren über 18 km zum Tourmalet fort.

Dank der relativ gleichmäßigen Steigung und der „fliegenden“ Versorgung mit vollen Flaschen aus den Teamfahrzeugen konnten wir noch ein paar „Körner“ sparen für den letzten harten Kilometer auf das „Dach“ unserer Tour. Selbst ein französisches Radteam forderte Versorgung aus unserem Teamfahrzeug an und erhielt sie umgehend. Doch trotz der Hilfe gelang es unserer harten internationalen Konkurrenz nicht an unserem Team vorbeizuziehen. Im Gegenteil wir distanzierten sie um Radlängen.

Belohnt wurden wir zum ersten Mal für unsere Mühen mit einem traumhaften, klaren Bergpanorama und sehr angenehmen klimatischen Bedingungen am Gipfel.

Bei der folgenden rasenden Abfahrt bekamen wir dann allerdings die schrecklichen Seiten Frankreichs zu Gesicht. Denn die fürchterlichen Betonbettenburgen aber auch der sehr gute Straßenbelag animierten uns noch mehr so schnell wie möglich den Hang hinunter zu kommen.

Unten im Tal begann auch schon wieder die Anfahrt auf den Col d’Aspin. Diese zog sich einige Zeit auf einem eher niedrigen Niveau dahin. Auf den letzten fünf Kilometer vor dem Gipfel ging es dann endlich mit den üblichen 7 – 8 % los.

Bis zum Gipfel gab das früh gefundene Spitzenduo – Daniel und Stephan – seine Führung dann auch nicht mehr her. Einen halben Kilometer vor dem Ziel bat ich meinem treuesten Helfer Daniel im Hochgebirge den Gipfelsieg an. Doch selbstlos überließ er mir im Sprint – für die Galerie – den Sieg. Vielen Dank!

Nach dem obligatorischen Gruppenfoto vor dem Passschild stürzten wir uns in die letzte, lange Abfahrt hinunter in unseren Etappenankunftsort Arreau, wo wir im Whirlpool unserer Residence den Nachmittag ausklingen ließen.

Der Gipfel ist schon in Sicht
Auf dem Col du Tourmalet
Col d'Aspin Abfahrt vom Aspin bis zum Hotel

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